
Schlange stehen…
Für Sonntag morgen habe ich geplant zum Markt zu gehen. Der hat aktuell verkürzte Einkaufszeiten, nur noch von 7 bis 17 Uhr statt von 6 bis 18 Uhr. Mittwochs geschlossen. Also gleich in der früh aufgestanden, dass ich um 7 beim Markt bin. Beim Parkplatz angekommen habe ich sofort gemerkt, dass der Parkplatz noch nie so voll war wie vorher. Und als ich Richtung Markt gegangen bin, hab ich auch verstanden warum:

Die Schlange reicht soweit das Auge reicht. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es seit gestern einen neuen Covid-19 Fall gibt und deswegen das Gerücht kursiert, dass alles teurer geworden ist und für die Woche sogar ein totaler Lockdown geplant ist. Deswegen war anscheinend so viel los.
Außerhalb des großen Marktes gab es einen kleinen offenen Markt, wo man nicht anstehen musst, da hab ich gleich mal Gemüse gekauft, damit ich nicht alles schleppen muss:

Also Gemüse zum Auto gebracht und nochmal losgezogen – jetzt also bis zum bitteren Ende Schlange stehen:

Ihr fragt euch vielleicht, was die Nummern auf den Fotos bedeuten. Damit will ich eine Übersicht geben, wo die Fotos aufgenommen sind. Bei über 500m Schlange stehen, verliert man schnell den Überblick. Hier ist er also:

Sollte selbsterklärend sein, oder? Auf jeden Fall ist für mich faszinierend wie schnell es hier wieder genug Masken gibt. Erst gab es wegen dem Vulkan zu wenig N95 Masken, dann fing es mit Corona an, aber mittlerweile gibt es überall wieder Masken zu kaufen. Zwar keine richtigen, aber welche die zumindest das Gefühl der Sicherheit geben. Damit man sich immer erinnert, warum man die Maske trägt, hier welche mit besonderer Aufschrift:

Endlich bin ich beim Eingang vom Markt angekommen, doch nein, die Schlange ist damit nicht zu Ende! Ich werfe einen sehnsüchtigen Blick zum Eingang, wo die Körpertemperatur gemessen wird und man seinen Quarantäne Ausweis zeigen muss:

Aber bis man dort angekommen ist, muss ich erstmal noch Schlange stehen:

Nur bis zu dem weißen Gebäude da hinten? Nein noch weiter:

Man muss nämlich unter dem weißen Gebäude reingehen und kommt dann wieder raus. Nun bin ich schon etwas weiter:

Ja, bald bin ich beim Checkpoint!

Aber damit bin ich immer noch nicht drinnen. Jetzt teilt sich der Zugang zum Markt in vier Schlangen auf und ich werde zum Glück gleich dem ersten zugeteilt:

Überall stehen Leute der Covid-19 Task Force und stellen sicher, das man einen Meter Abstand hält. Leider kann ich die Schilder nicht lesen, aber die Richtung stimmt.

Jetzt wird es sogar richtig komfortabel, denn im nächsten Bereich der Schlage gibt es sogar Sitzmöglichkeiten:

Und jetzt heißt es vor dem anscheinend letzten STOP ausharren:

Endlich geht es rein in den Markt! Hurra! Die Preise sind ähnlich wie immer und es gibt genug von Allem. Der Markt war nicht so voll wie üblich:

Es gibt ja keine Tricyles, wie wie sonst direkt vom Ausgang stehen, mit denen man alles nach Haus bringt. Stattdessen muss der “Head of Household” alles tragen, man kann also gar nicht so viel einkaufen. Praktisch gegen Hamsterkäufe 🙂 Nach zwei Stunden bin ich fertig mit dem Einkaufen und bin sehr dankbar, dass Julia zu Hause schon Frühstück vorbereitet hat!
Comments
Wahnsinn! Ein richtiges Abenteuer dieser Markteinkauf. Scheint ja recht viele weibliche Head of household zu geben bei euch 😉
Hey Tobi, that was a cool post. Nice to be able to see and imagine your current circumstances and reality.