Zuhause fühlen

Waschen

Als wir hier angekommen sind waren wir etwas überrascht, dass unsere möblierte Wohnung mit keiner Waschmöglichkeit ausgestattet war.
Unser erster Besuch in einem Elektrofachgeschäft in dem Einkaufszentrum “nebenan” hat uns doch etwas ernüchtert. Geräte aus Plastik, die irgendwie nicht so stabil und effektiv ausschauen. Eine Waschmaschine, wie wir sie kennen hatten sie gar nicht. Auf die Nachfrage an einen der zig Angestellten (es ist immer wieder erstaunlich diese Masse an Angestellten zu sehen!) hat er uns eine Broschüre gegeben, wo man Waschmaschinen bestellen konnte. Der Preisunterschied war doch deutlich. Was also tun? Sollten wir uns den Umständen hier anpassen, oder doch mehr Geld dafür in die Hand nehmen…erst einmal haben wir die Sache auf Eis gelegt – hm irgendwie fühlt sich dieses Sprichwort bei unseren Temperaturen hier sarkastisch an…

Generell braucht man eine Waschmaschine ja nicht unbedingt in den ersten Tagen. Man kann gut 2-3 Wochen mit der Kleidung auskommen – zumindest, wenn man genug Unterwäsche hat. 😉 Dadurch, dass die ersten Wochen sehr intensiv waren hatten wir gar nicht so viel Zeit uns mit dem Thema weiter zu beschäftigen. Nach ca. 1,5 Wochen hatte ich aber dann doch ein inneres Drängen, dass die Wäscheberge weniger werden, die Wärme hat sie doch sehr schnell wachsen lassen…übergangsweise haben wir den Waschmaschine im CDE verwendet, aber da gab es gleich mal eine negative Überraschung, denn das Waschmittel hat statt zu säubern Flecken hinterlassen…verkehrte Welt! Anscheinend müsste man die Wäsche vorher einweichen und die Maschine nur zum Schleudern verwenden. Irgendwie recht umständlich…

Eine Freundin hat uns auch noch empfohlen statt eine teure Waschmaschine zu kaufen einfach in einen Waschsalon zu gehen. Der Gedanke dort mehrere Stunden zu verbringen war aber auch nicht unbedingt anziehend.

Letztendlich haben wir uns hingesetzt nochmal den Flyer vom Geschäft studiert, mehrere Videos zu verschiedenen Modeln angeschaut und Preise online verglichen. Wir hatten uns schon im Prinzip für ein bestimmtes Modell entschieden – Waschmaschine und Trockner in einem. Obwohl wir in Österreich immer ohne Trockner ausgekommen sind, wollten wir uns diesen Luxus hier gönnen (Luftfeuchtigkeit und so…). Auf ging es in ein größeres ca. 20 min (je nach Verkehrt auch 40 min) entferntes Einkaufszentrum. Leider gab es genau das Model, was wir wollten auch dort nicht, nur ein größeres und noch teureres. Aber dann biegen wir um die Ecke und da standen sie: Waschmaschine und Trockner zusammen zu einem deutlich günstigeren Preis. Man könnte sagen es war Liebe auf den ersten Blick. 😉

Lieferung und Anschluss wird vom Geschäft organisiert. Schon am nächsten Tag hatten wir die Geräte in unserer Garage stehen und einen Tag später wurden sie fachgerecht angeschlossen – nach einem Monat konnten wir endlich selber waschen und trocknen!

Für mich war es wieder ein Stück mehr “ankommen” und zu Hause fühlen. Und das war die Geschichte, wie wir zu unserer Waschmaschine kamen… 😉

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julia@tjka.at

Comments

Judy
December 8, 2019 at 9:11 pm

Das hört sich gut an und die beiden schauen gut zusammen aus 🙃 sind also bessere als die wackeligen, „normalen“? Hoffentlich werden sie euch gute Dienste erweisen 🙏🏼😀



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