
Sir Tobi
Ja, so werde ich hier angesprochen. Und auch Julia wird meist “Mum Julia” genannt – warum? Dadurch drückt sich hier Respekt aus. Durch einen Artikel von Oliver wurde ich im September auf die sog. “Machtdistanz” (von Geert Hofstede) aufmerksam. Diese ist in Österreich so gering wie in keinem anderen Land. Das zeigt sich zum Beispiel am standardmäßigen Duzen, gerade auf dem Land, oder an grundsätzlichem in Frage stellen von Autoritäten.
Auf den Philippinen ist die Machtdistanz deutlich höher und das zeigt sich zum Beispiel an folgenden Beispielen:
- Bei einer meiner ersten Besprechungen mit meiner Sekretärin habe ich mich zu ihr an den Schreibtisch gesetzt. Sofort hat sie mich gebeten, dass ich mich bitte an meinen Schreibtisch setze und sie sitzt vor meinem Schreibtisch. Ihr sei das so angenehmer.
- Erinnerungsfotos mit dem Smartphone sind allgegenwärtig und wir sind oft Teil davon. Die wichtigste Person ist immer im Zentrum des Bildes.
- Die wichtigsten Personen im Raum kommen auf die besten Stühle / Positionen.
- Es gibt so gut wie keinen Widerspruch. Als ich einmal einen Termin verschieben wollte und gefragt habe, ob das eh passt hat niemand was gesagt. Kurz vorher sagte mir ein Teilnehmer, dass ihm ein anderer Teilnehmer gesagt hätte, das er nicht dabei sein kann…
Für mich als Manager, der eigentlich ein agiles Umfeld gewohnt ist, ist das eine ziemliche Umstellung. Was ich schon gelernt habe ist, komplett offene Fragen zu stellen. Habt ihr noch andere Tipps?
Comments
Hihi Sir Tobi und mum Julia – gefällt mir!
Tipps fallen mir grad keine ein, offene Fragen sind sicher gut, sonst kommt eh nur nix oder „ja sir Tobi“ 😉😅👍🏼 Is doch auch wieder toll und kann man sich was abschauen… 👍🏼