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Unverhofft kommt oft

Ein Monat nach dem anderen verging und bezüglich eines Visums haben wir nichts gehört. Die Zahlen in den Philippinen waren Anfang September auf dem Allzeithoch von 20000 Infektionen pro Tag. Was soll sich da auch tun? Also haben wir uns auf einen weiteren Winter in Österreich eingestellt und uns um besseres Internet, Versicherung etc. gekümmert. Wir haben sogar einen Urlaub mit Flug gebucht, um unseren restlichen Urlaub zu verbrauchen. Am 9. September, bei der Heimfahrt von einem Checkup beim Arzt fahre ich noch kurz beim Hofer vorbei um einzukaufen. Als ich ins Auto einsteige, sehe ich eine Benachrichtigung einer eMail vom Philippinischen Außenministerium. Ich nehme an, dass es die Absage ist und fahre nach Hause. Bevor ich in die Wohnung gehe, schaue ich mir die eMail aber doch noch genauer an…

Es ist die Erlaubnis zur Einreise! Direkt mit der Botschaft in Wien in CC. Ich gehe rein, begrüße Julia, das Essen ist fast fertig und ich halte ihr kommentarlos mein Handy vor das Gesicht: WAS, JETZT? Wo wir alles geklärt haben, dass wir noch etwas hier sind? Am Nachmittag hatte ich Termine, so dass wir gar nicht reden konnten. Aber dann am Abend haben wir uns unterhalten und Gott hat uns gemeinsam den Frieden geschenkt: wir werden zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf die Philippinen fliegen!

Einen Tag später, am Freitag mittag war dann schon die Info von der Botschaft in Wien da, welche Unterlagen wir mit dem Pass zu ihnen schicken müssen. Also: Urlaub storniert, Quarantänehotel in Manila gebucht, Flug gebucht und Dokumente vorbereitet. Die passenden Briefumschläge warteten ja schon seit Februar in meiner Tasche auf ihre Verwendung. Am Sonntag haben wir dann noch mit meiner Familie (Eltern, Schwester & Anhang) einen Ausflug gemacht und Abends noch alle Dokumente ausgedruckt. Meine Mum hat dann am Montag alles zur Post gebracht. Genau drei Werktage Bearbeitungszeit in der Botschaft und sieben Tage später waren unsere Pässe dann samt Ausnahmegenehmigung da: wir fliegen am 30. September zurück in unsere Wahlheimat – die Philippinen!

14 Monate Unsicherheit, auf und abs, tolle Zeit mit der Familie und 100% remote Arbeit gehen zu Ende! Und damit ist auch mein Bart fällig, den ich ja als Zeichen meines Wartens habe wachsen lassen. Welche Evolutionsstufe gefällt euch am Besten?

Author

tobiaska123@gmail.com

Comments

Judy
September 24, 2021 at 7:02 pm

Wir werden euch vermissen- und gleichzeitig sind wir dankbar, für die Zeit, die wir unverhofft in den letzen Monaten gemeinsam haben dürften! Bis bald 🤗



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