Der Start

Fast zuhause

Seit drei Monaten leben wir jetzt hier auf den Philippinen und es ist mal wieder Zeit ein kurzes Resumé zu ziehen. Nach einem Monat habe ich das schon mal getan, mal sehen wie es das nächste Mal nach sechs Monaten aussieht…

Pünktlich haben es unsere “Geschenke” zu Weihnachten leider nicht geschafft, ein paar Tage haben sich unsere selbstgepackten Überraschungsboxen verspätet – aber dann waren sie da:

Unsere Balik Bajan Boxen haben wieder Dinge in unser Leben gebracht, die man zwar nicht unbedingt braucht, aber die man sehr gut brauchen kann.

Zum Beispiel unser elektronisches Klavier, das seinen Platz auf dem Bügelbrett gefunden hat. Neben dem Thermomix zum Beispiel auch einen Entsafter, mit dem man herrliche Kokosmilch machen kann. Und auch eine Überraschungsbox einer Freundin, die Julia ein Strahlen ins Gesicht gezaubert hat:

Obwohl die Kisten sehr mitgenommen ausgeschaut haben, ist nichts zu Bruch gegangen, einzig und allein eine Kuchenform hat es nicht überlebt:

Aber vor allem hat uns diese Lieferung dazu gebracht, endlich einen Schreibtisch zu kaufen, damit mir nicht immer den Esstisch als Schreibtisch benutzen müssen. Dazu sind wir zum gerade neu eröffneten All-Home gegangen:

Bequeme und preiswerte Schreibtischstühle waren schnell gefunden, nur beim Schreibtisch wurden wir einfach nicht glücklich. Die Standardschreibtischen waren uns zu klein und vor allem nicht tief genug und ein großer Konferenztisch hatte die Füße an der falschen Stelle. Als ich mir dann aus einer großen Küchenplatte schon einen eigenen Schreibtisch bauen wollte, hat mich Julia an die fehlenden Werkzeuge und den Zeitaufwand erinnert. Und genau da hat sie dann die Lösung gefunden: Einen Klapptisch! Leider war keiner mehr in dieser Größe auf Lager. Als uns dann die Verkäufer gefragt haben, ob wir auch mit einem größeren 8-feet Tisch zufrieden wären, waren wir ganz begeistert. Genug Platz für den Preis, für den wir nicht mal einen normalen, kleinen Schreibtisch bekommen hätten. Also nix wie mitgenommen! So schaut es also jetzt in unserem Büro aus:

So können wir gemeinsam am Schreibtisch sitzen!

Mit dem Büro und dem großen Bildschirm fühlt man sich wieder etwas mehr angekommen. Die Arbeit macht mir weiter sehr viel Spaß. Ich habe verschiedenste Herausforderungen (z.B. Gebäudeplanung) und in den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit der Arbeit der Volunteers befassen können. Seit Anfang des Jahres sind die Tätigkeiten jetzt auf Basis des CRMs automatisch messbar (ohne das sie jeden Tag eine Tätigkeitsliste ausfüllen) und sehr viel transparenter geworden.

Ich bin schon gespannt, wie sich die Veränderungen in meiner Abwesenheit einspielen, denn Julia und ich sind jetzt für drei Wochen in Thailand. Dort findet das “Institute of World Mission” statt, in dem wir kulturell und geistlich weiter in unsere Aufgabe unterstützt und weitergebildet werden.

Als wir gestern in der Bangkok International Church zu Besuch waren, konnte ich zum ersten Mal auf die Frage “Where are you from?” mit “From the Philippines” antworten – nur um auf Grund der verdutzen Gesichter ein “originally from Austria” hinter zu schieben.

Das einzige was uns jetzt noch fehlt, um uns zumindest mittelfristig ganz zu Hause zu fühlen, ist eine i-card. Damit können wir endlich ein Konto eröffnen und einen philippinischen Führerschein bekommen. Dann kann ich aus voller Überzeugung sagen: “From the Philippines, no kidding!”

Author

tobiaska123@gmail.com

Comments

Judy
January 23, 2020 at 7:48 pm

Danke für euren tollen Bericht! Schön, dass ihr euch schon so wohl fühlt!
Und Das mit den Schreibtischen is ja super!!



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